Natürliche Gesichtspflege

Natürliche Gesichtspflege umfasst hier Reinigung und Gesichtswasser, Serum, Öl und Creme, dazu Pflege für Augen und Lippen und einige Masken. Die Rezepturen bauen auf Pflanzenölen, Pflanzenwässern und Wirkstoffen wie Hyaluronsäure oder Vitamin C auf. Die Produkte kommen unter anderem von MOSSA, LOELLE und HEJ ORGANIC.

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Woran du natürliche Hautpflege fürs Gesicht erkennst

In konventionellen Cremes stehen oft Mineralöl (Paraffinum Liquidum) und Silikone (Dimethicone) weit vorn in der Zutatenliste. In natürlicher Gesichtspflege übernehmen Pflanzenöle diese Rolle, etwa Jojobaöl, Arganöl oder Marulaöl. Bei Cremes steht Wasser (Aqua) trotzdem meist an erster Stelle, das ist normal. Seren und Öle sind konzentrierter und enthalten wenig oder gar kein Wasser. Ätherische Öle geben vielen Produkten ihren Duft. Wer empfindlich reagiert, achtet in der Zutatenliste auf Einträge wie Linalool oder Limonene, die aus ihnen stammen.

Ist teure Gesichtspflege wirklich besser?

Nicht automatisch. Der Preis hängt an Rohstoffen, Chargengröße, Verpackung und Werbung, und nur der erste Punkt landet auf der Haut. Kleine Manufakturen sind oft teurer, weil sie kleinere Mengen einkaufen und abfüllen. Ein Vergleich der Zutatenlisten sagt mehr als ein Vergleich der Preise.

Gesichtsreinigung und Gesichtswasser

Zur Gesichtsreinigung gehören Reinigungsbalsame, die mit Wasser zu einer Milch werden, Schäume, Waschgele und feste Gesichtsseifen. Ein Musselintuch nimmt Reste ab, ohne zu reiben. Abends braucht es eine gründliche Reinigung, morgens reicht oft lauwarmes Wasser. Reinigungen mit Fruchtsäuren (AHA) sind für empfindliche Haut nichts für jeden Tag.

Danach kommt ein Gesichtswasser. Hier sind das vor allem Hydrolate wie Rosenwasser oder Neroli, also das Wasser, das beim Destillieren von Blüten entsteht.

Serum und Gesichtsöl

Ein Gesichtsserum ist dünner als eine Creme und enthält mehr Wirkstoff. In den Seren hier sind das Hyaluronsäure, Vitamin C, Peptide oder Koffein. Ein Serum ersetzt keine Creme, es kommt davor. Vitamin C ist lichtempfindlich, das Fläschchen gehört deshalb dunkel und kühl gelagert.

Ein Gesichtsöl ist der reichhaltigste Schritt. Drei bis fünf Tropfen reichen, zwischen den Händen angewärmt und ins Gesicht gedrückt. Jojobaöl passt auch zu Mischhaut, Arganöl und Avocadoöl eher zu trockener Haut.

Gesichtscreme für Tag und Nacht

Eine Gesichtscreme für den Tag ist leichter und zieht schneller ein. Nachtcremes sind reichhaltiger, weil sie unter keinem Make-up und keinem Sonnenschutz liegen müssen. Viele Cremes hier enthalten Hyaluronsäure, sie kommen am besten auf die noch feuchte Haut nach dem Gesichtswasser. Einen Lichtschutzfaktor haben nur wenige, für die Sonne braucht es deshalb eigenen Sonnenschutz.

Augen, Lippen und Masken

Die Haut um die Augen ist dünner und hat kaum Talgdrüsen, Augencremes sind deshalb milder und meist ohne Duft. Sie werden mit dem Ringfinger eingeklopft, nicht verrieben. Für die Lippen gibt es Balsame aus Pflanzenbutter und Wachs. Masken ergänzen die Pflege ein- bis zweimal pro Woche, sie ersetzen keine Creme.

Welche natürliche Gesichtspflege für welche Haut

  • Trockene Haut: reichhaltige Creme und abends ein paar Tropfen Gesichtsöl.
  • Empfindliche Haut: wenige Inhaltsstoffe, ohne ätherische Öle und ohne Duft.
  • Zu Unreinheiten neigende Haut: milde Reinigung und leichte Texturen statt schwerer Öle.
  • Mischhaut: leichte Creme für alles, Öl nur auf die trockenen Partien.

Welche Gesichtspflege ab 40?

Ab 40 bildet die Haut weniger Talg und verliert Feuchtigkeit schneller. Reichhaltige Cremes, Öle und Seren mit Hyaluronsäure oder Peptiden sind darauf ausgelegt. Falten verschwinden nicht, die Haut fühlt sich aber glatter an. Am Tag gehört ein Sonnenschutz dazu, weil UV-Licht die Haut altern lässt.

Das Wichtigste zur Gesichtspflege

  • Pflanzenöle statt Mineralöl und Silikonen zeigen, ob eine Pflege natürlich aufgebaut ist.
  • Die Reihenfolge ist Reinigung, Gesichtswasser, Serum, dann Creme oder Öl.
  • Beim Gesichtsöl reichen drei bis fünf Tropfen.
  • Die meisten Tagescremes haben keinen Lichtschutzfaktor.
  • Der Preis sagt weniger als die Zutatenliste.