bodybote Blog: "Öl für die Haare" Foto: Frau mit langen braunen Haaren

Öl für die Haare

Welches Öl zu welchem Haar passt, hängt vor allem von der Haardicke und der Kopfhaut ab. Hier findest du acht Pflanzenöle im Vergleich, eine Übersicht nach Haartyp und die Anwendung als Pflege oder als Kur vor dem Waschen. Fertige Öle gibt es unter Haaröl.

Warum werden Haare trocken?

Trockene Längen haben meist einfache Ursachen: heißes Föhnen und Glätten, häufiges Waschen, Färben, Sonne und Wind. Die Kopfhaut bildet zwar Talg, doch bei langem Haar kommt er in den Spitzen kaum an. Genau dort fehlt dann Fett.

Shampoo, Haarkur oder Haaröl?

Shampoo reinigt, eine Haarkur pflegt beim Waschen und wird wieder ausgespült. Haaröl bleibt als Pflege im Haar oder wirkt als Kur vor dem Waschen. Die drei ersetzen sich nicht, sie ergänzen sich. Was ein gutes Haaröl ausmacht und welche es gibt, steht unter Haaröl, passende Reinigung unter Naturshampoo und Haarseife.

Welche reinen Haaröle gibt es?

Arganöl

Leicht, zieht schnell ein, fettet kaum. Passt zu trockenem und sprödem Haar, auch zu feinem. Ein bis zwei Tropfen in die Spitzen, im trockenen oder handtuchtrockenen Haar. Auch als Kur vor dem Waschen geeignet. Mehr über Herkunft und Qualität von Arganöl.

Jojobaöl

Botanisch ein flüssiges Wachs, leicht und kaum fettend. Passt zu feinem Haar und zu einer Kopfhaut, die schnell nachfettet. Ein bis zwei Tropfen in die Spitzen oder als Kur vor dem Waschen auf die Kopfhaut. Mehr über Jojobaöl und warum es ein Wachs ist.

Kokosöl

Reichhaltig und unter etwa 25 Grad fest. Passt zu dickem, lockigem und trockenem Haar, feines Haar wird davon schnell schwer. Als Kur vor dem Waschen in die Längen, eine halbe Stunde bis über Nacht. Mehr über natives und raffiniertes Kokosöl.

Mandelöl

Mild, leicht und fast ohne Eigengeruch. Passt zu feinem Haar und zu einer empfindlichen Kopfhaut. Ein paar Tropfen in die Spitzen, oder vor dem Waschen in die Kopfhaut einmassieren und nach einer halben Stunde auswaschen. Gut zum Einstieg, wenn du noch nicht weißt, welches Öl passt.

Rizinusöl

Sehr dickflüssig, fast wie Honig. Passt zu dickem, trockenem Haar, pur ist es für die Spitzen zu schwer. Etwa eins zu drei mit einem leichteren Öl mischen und als Kur vor dem Waschen verwenden, danach zweimal shampoonieren. Mehr über Rizinusöl und seine Anwendung.

Avocadoöl

Reichhaltig und schwerer als die meisten Pflanzenöle. Passt zu dickem, krausem und stark beanspruchtem Haar, feines Haar macht es platt. Als Kur auf Längen und Spitzen, 30 Minuten bis eine Stunde einwirken lassen, dann mit mildem Shampoo auswaschen. Eher eine Kur für zwischendurch als für jeden Tag.

Olivenöl

Reichhaltig und in fast jeder Küche zu finden. Passt zu dickem, krausem oder strapaziertem Haar. Sparsam als Kur verwenden, etwa 30 Minuten vor dem Waschen in die Längen geben und gründlich auswaschen, sonst bleibt das Haar schwer. Für schulterlanges Haar reicht etwa ein Esslöffel.

Traubenkernöl

Eines der leichtesten Pflanzenöle, zieht schnell ein und hinterlässt keinen Film. Passt zu feinem Haar und zu einem Ansatz, der schnell fettet. Ein bis zwei Tropfen in die Spitzen oder ins handtuchtrockene Haar reichen. Nach dem Föhnen gibt ein Tropfen Glanz.

Wer mehrere Öle ausprobieren möchte, bekommt im LOELLE Haut- und Haaröl-Set Mandel-, Jojoba-, Argan- und Avocadoöl zusammen.

Fertige Haaröl-Mischungen

Neben reinen Ölen gibt es Mischungen aus mehreren Ölen, zum Beispiel mit Rizinus, Jojoba und Hanf oder mit Rosmarin. Sie sind praktisch, wenn du nicht selbst mischen möchtest. Welche es gibt, steht unter Haaröl.

Welches Öl für die Haare?

Nicht jedes Öl passt zu jedem Haar. Feines Haar verträgt andere Öle als dickes, eine fettige Kopfhaut braucht anderes als trockene Spitzen.

Haartyp Passende Öle Warum
Feines Haar Jojobaöl, Mandelöl, Traubenkernöl, Arganöl Leichte Öle, ziehen schnell ein, beschweren nicht
Dickes Haar Avocadoöl, Olivenöl, Kokosöl Reichhaltige Öle mit genug Substanz für die Längen
Lockiges und krauses Haar Kokosöl, Avocadoöl, Arganöl Halten Locken geschmeidig und machen sie leichter kämmbar
Trockenes Haar Arganöl, Kokosöl, Avocadoöl Legen sich um trockene Längen und Spitzen
Schnell fettender Ansatz Jojobaöl, Traubenkernöl Leicht, nur in die Spitzen, der Ansatz bleibt frei
Trockene Kopfhaut Jojobaöl, Mandelöl, Rizinusöl gemischt Als Kur vor dem Waschen, für eine trockene Kopfhaut gemacht
Trockene Spitzen Arganöl, Jojobaöl Glätten die Spitzen, Spliss selbst lässt sich nur abschneiden
Gefärbtes Haar Arganöl, Avocadoöl Pflegen die beanspruchten Längen

Wenn du unsicher bist, fang mit einem leichten Öl wie Jojoba- oder Mandelöl an und geh nur bei Bedarf zu einem schwereren über. Bei fettiger Kopfhaut und trockenen Spitzen, einer häufigen Mischung, kommt das Öl nur in die Spitzen.

Wie wird Haaröl angewendet?

Haaröl lässt sich auf zwei Arten nutzen: als Pflege, die im Haar bleibt, oder als Kur, die vor dem Waschen einwirkt. Für die Pflege ein paar Tropfen in den Handflächen verreiben und in die Spitzen streichen. Den Ansatz lässt du aus.

Haaröl vor dem Waschen

Als Kur darf es mehr sein. Das Öl kommt in die trockenen Längen und bei trockener Kopfhaut auch auf die Kopfhaut. Nach der Einwirkzeit mit Shampoo auswaschen, bei schweren Ölen oft in zwei Durchgängen. Kokos-, Oliven-, Avocado- und Rizinusöl eignen sich dafür am besten.

Haaröl im nassen oder trockenen Haar?

Im handtuchtrockenen Haar nach dem Waschen verteilt sich Öl leichter und hält die Feuchtigkeit im Haar. Im trockenen Haar zwischen zwei Wäschen gibt es Glanz und bändigt abstehende Härchen. Beides funktioniert, entscheidend ist die kleine Menge.

Wie viel und wie oft?

Für kurzes oder feines Haar reichen ein bis zwei Tropfen, für langes oder dickes Haar drei bis fünf. Trockenes Haar verträgt die Pflege mehrmals pro Woche, eine Kur vor dem Waschen reicht einmal pro Woche. Normales Haar braucht oft nur eine Kur alle ein bis zwei Wochen.

Wie lange Haaröl einwirken lassen?

Leichte Öle bleiben als Pflege einfach im Haar. Eine Kur wirkt 30 Minuten bis eine Stunde ein, bei dickem und sehr trockenem Haar auch über Nacht, dann am besten mit einem Handtuch auf dem Kissen. Feines Haar wird über Nacht schnell fettig.

Häufige Fehler

  • Zu viel Öl: Das Haar wirkt fettig und schwer. Lieber mit einem Tropfen anfangen.
  • Öl auf den Ansatz: Außer als Kur vor dem Waschen gehört Öl in Längen und Spitzen.
  • Schweres Öl bei feinem Haar: Avocado-, Oliven- oder Kokosöl machen feines Haar platt.

Das Wichtigste zu Öl für die Haare

  • Feines Haar braucht leichte Öle wie Jojoba-, Mandel- oder Traubenkernöl, dickes verträgt Avocado-, Oliven- oder Kokosöl.
  • Arganöl passt zu trockenem Haar und ist auch für feines leicht genug.
  • Als Pflege kommen ein paar Tropfen in die Spitzen, der Ansatz bleibt frei.
  • Als Kur vor dem Waschen darf es mehr sein, schwere Öle werden danach gründlich ausgewaschen.
  • Mit einem Tropfen anfangen, nachlegen geht immer.
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