Blog: Trockene Haut im Gesicht?

Trockene Haut im Gesicht – Ursachen, Pflege und Hausmittel

Anne Oltmanns

Trockene Haut im Gesicht ist eines der häufigsten Hautthemen – und gleichzeitig eines, bei dem viele Menschen jahrelang falsch pflegen. Spannungsgefühle nach dem Waschen, schuppige Stellen an den Wangen, gerötete Haut um die Augen herum: Das sind Signale, dass die Hautbarriere geschwächt ist.

Naturkosmetik mit pflanzlichen Ölen, Sheabutter und milden Tensiden ist bei trockener Haut oft die verträglichere Wahl – weil sie die Haut nicht zusätzlich reizt, sondern unterstützt.

In diesem Artikel erfährst du, woran du trockene Haut wirklich erkennst, welche Ursachen dahinterstecken und wie du sie mit einer natürlichen Pflegeroutine wieder ins Gleichgewicht bringst.

Wie erkennst du trockene Haut im Gesicht?

Trockene Haut zeigt sich nicht nur durch Spannungsgefühle. Typische Anzeichen sind:

  • Spannen nach dem Waschen, besonders um die Augen und an den Wangen
  • Sichtbare Schuppen, vor allem an Stirn, Nase und Mundpartie
  • Mattes, fahles Hautbild – die Haut wirkt nicht mehr "frisch"
  • Empfindlichkeit gegenüber Wind, Kälte und Heizungsluft
  • Manchmal Rötungen, besonders an den Wangen und unter den Augen
  • Make-up setzt sich in feinen Linien ab, statt sich glatt aufzutragen

Wichtig: Trockene Haut ist nicht das Gleiche wie dehydrierte Haut. Trockene Haut ist ein Hauttyp – ihr fehlen dauerhaft Lipide (Fette). Dehydrierte Haut ist ein Hautzustand – ihr fehlt Wasser, vorübergehend. Auch fettige Haut kann dehydriert sein. Wer das verwechselt, wählt die falsche Pflege.

Was tun gegen trockene Haut im Gesicht? Die Basics

Bei trockener Gesichtshaut helfen drei Dinge, die in dieser Reihenfolge zusammenpassen:

  1. Sanft reinigen – die ohnehin geschwächte Hautbarriere nicht weiter angreifen
  2. Feuchtigkeit und Lipide zuführen – mit Cremes, Seren oder Ölen
  3. Vor Umwelteinflüssen schützen – durch Sonnenschutz und reichhaltige Tagespflege

Diese drei Schritte sind die Basis. Wie sie konkret aussehen, hängt vom Hauttyp, vom Alter und von der aktuellen Hautsituation ab. Eine ausführliche Übersicht aller passenden Produkte findest du in der Gesichtspflege-Kategorie.

Was verursacht trockene Haut im Gesicht?

Überpflege und falsche Reinigung

Zu häufiges Waschen, besonders mit heißem Wasser oder schäumenden Reinigern auf Tensid-Basis, zerstört den natürlichen Schutzmantel der Haut. Die Folge: Die Hautbarriere wird durchlässig, Feuchtigkeit verdunstet schneller, und die Haut versucht das durch verstärkte Talgproduktion auszugleichen – was wiederum zu Mischhaut-Effekten führen kann.

Was hilft: Eine sanfte Gesichtsreinigung ein- bis zweimal täglich, lauwarmes Wasser statt heißem.

Umweltfaktoren

Kalte Luft im Winter, trockene Heizungsluft, intensive Sonne im Sommer und Wind ziehen Feuchtigkeit aus der Haut. Klimaanlagen tun ihr Übriges. Wer viel reist oder in trockenen Innenräumen arbeitet, merkt das besonders.

Was hilft: Reichhaltigere Pflege in der kalten Jahreszeit, Luftbefeuchter in geheizten Räumen, Sonnenschutz das ganze Jahr über.

Ernährung und Wassermangel

Eine einseitige Ernährung mit wenig gesunden Fetten und Vitaminen macht sich in der Haut bemerkbar – meist mit zeitlicher Verzögerung von zwei bis vier Wochen. Besonders wichtig sind Omega-3-Fettsäuren (in Leinöl, Walnüssen, fettem Fisch), Vitamin A, C, D und E.

Was fehlt dem Körper bei trockener Haut konkret? Meistens eine Kombination aus: zu wenig gesunden Fetten in der Ernährung, zu wenig Wasser, manchmal auch ein Vitamin-D-Mangel im Winter.

Stress und Schlafmangel

Die Haut regeneriert sich nachts. Wer dauerhaft zu wenig schläft oder unter chronischem Stress steht, gibt der Haut nicht genug Zeit für ihre nächtlichen Reparaturprozesse. Auch das Stresshormon Cortisol greift langfristig in die Hautbarriere ein.

Hormonelle Veränderungen

Hormonelle Schwankungen während Zyklus, Schwangerschaft, Stillzeit oder Menopause beeinflussen die Hautfeuchtigkeit. Besonders während und nach den Wechseljahren produziert die Haut weniger Lipide – trockene Haut wird hier oft zum Dauerthema.

Erkrankungen

Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Psoriasis oder Rosacea gehen häufig mit trockener Haut einher. Auch eine Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes können trockene Haut auslösen. Wenn die Haut trotz konsequenter Pflege dauerhaft trocken bleibt, lohnt sich ein Termin bei der Hautärztin.

Was fehlt der Haut bei Trockenheit?

Trockener Haut fehlen drei Dinge gleichzeitig:

Lipide (Fette): Sie halten die Hautbarriere intakt und verhindern, dass Wasser verdunstet. Bei trockener Haut sind die Lipid-Bausteine (Ceramide, Cholesterin, Fettsäuren) reduziert.

Feuchtigkeit (Wasser): Ohne ausreichend Wasser in den oberen Hautschichten wirkt die Haut matt und faltig. Feuchthaltefaktoren wie Hyaluronsäure, Glycerin oder Urea binden Wasser in der Haut.

Antioxidantien und Vitamine: Sie schützen die Haut vor freien Radikalen (etwa durch UV-Strahlung) und unterstützen die Regeneration. Besonders relevant sind Vitamin C, E und Niacinamid.

Welche Pflegeroutine hilft bei trockener Haut?

Eine gute Routine für trockene Haut besteht aus vier Schritten:

1. Sanfte Reinigung

Eine milde Gesichtsreinigung ohne aggressive Tenside. Reinigungsmilch oder eine Reinigungscreme statt schäumendem Reiniger – zum Beispiel die DOUVALL'S Reinigungscreme mit Arganöl, die auch sehr trockene Haut sanft reinigt. Bei empfindlicher Haut funktioniert auch der SOBER BERLIN Gentle Facial Cleanser gut. Lauwarmes Wasser, kein heißes. Die Haut anschließend nicht trockenrubbeln, sondern sanft mit einem weichen Handtuch abtupfen.

2. Serum für Feuchtigkeit

Ein Gesichtsserum mit Hyaluronsäure bindet Feuchtigkeit in den oberen Hautschichten. Das HEJ ORGANIC Cactus The Hydrator oder das BEPURITY Hyaluronsäure Serum sind zwei verlässliche Optionen. Aufgetragen auf leicht feuchte Haut wirken sie am besten – die Hyaluronsäure zieht das verbleibende Wasser in die Haut.

3. Reichhaltige Pflege

Auf das Serum kommt eine reichhaltige Gesichtscreme mit Lipiden, die die Hautbarriere wieder aufbaut. Für eine geschwächte Hautbarriere ist die HEJ ORGANIC Naked Barrier Repair Face Cream mit Ceramiden eine gute Wahl. Für sehr trockene Haut zusätzlich ein Gesichtsöl – etwa das OFFICINA NATURAE Arganöl oder die DOUVALL'S Arganöl Gesichtspflege aus Marokko. Ein bis zwei Tropfen reichen, mit den Händen in die Creme einklopfen oder direkt nach der Creme auftragen.

4. Sonnenschutz tagsüber

UV-Strahlung schwächt die Hautbarriere und beschleunigt die Hautalterung. Eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor oder eine eigene Sonnencreme gehört das ganze Jahr über zur Routine – auch im Winter.

Einmal wöchentlich: Maske und Peeling

Eine feuchtigkeitsspendende Gesichtsmaske ein- bis zweimal pro Woche bringt einen Extra-Schub. Ein sanftes Peeling (mechanisch oder enzymatisch) entfernt abgestorbene Hautzellen und hilft, dass die Pflege besser einziehen kann. Bei trockener Haut: nicht öfter als einmal pro Woche, sonst wird die Hautbarriere zusätzlich gereizt.

Warum Naturkosmetik bei trockener Haut besonders gut funktioniert

Trockene Haut ist nicht nur trocken – sie ist meistens auch empfindlich. Die geschwächte Hautbarriere reagiert auf vieles, was bei normaler Haut keine Probleme macht: Duftstoffe, scharfe Tenside, hochkonzentrierte synthetische Wirkstoffe. Genau hier hat Naturkosmetik einen strukturellen Vorteil.

Die Inhaltsstoffe ähneln dem, was die Haut selbst produziert

Pflanzliche Öle wie Mandel-, Argan- oder Jojobaöl bestehen aus Fettsäuren, die der natürlichen Hautlipid-Struktur sehr ähnlich sind. Jojobaöl ist sogar fast identisch zum körpereigenen Talg. Die Haut erkennt diese Stoffe als verwandt und kann sie gut verarbeiten – sie werden in die Hautbarriere eingebaut, statt nur darauf zu liegen.

Synthetische Pflegezutaten wie Mineralöl oder Silikone legen sich dagegen wie ein Film auf die Haut. Sie spenden zwar kurzfristig ein glattes Gefühl, tragen aber nicht zum Wiederaufbau der Hautbarriere bei. Für trockene Haut, die genau diesen Wiederaufbau braucht, ist das ein Nachteil.

Weniger Inhaltsstoffe, die zusätzlich reizen können

Konventionelle Pflege enthält häufig synthetische Duftstoffe, Konservierungsstoffe wie Parabene, PEGs (die die Hautbarriere durchlässiger machen) und Mikroplastik. Naturkosmetik verzichtet auf diese Stoffe – nicht weil es so beworben wird, sondern weil zertifizierte Naturkosmetik (Natrue, Cosmos, BDIH) das schlicht nicht zulässt.

Bei trockener, empfindlicher Haut ist jede unnötige Reizung eine zu viel. Eine kurze INCI-Liste mit wenigen, klar benannten Inhaltsstoffen ist deshalb oft die bessere Wahl als ein Produkt mit 30 Komponenten und vielen synthetischen Hilfsstoffen.

Reichhaltige pflanzliche Lipide statt nur Feuchtigkeit

Viele konventionelle Cremes setzen vor allem auf wässrige Feuchtigkeit – sie fühlen sich frisch an, geben aber zu wenig Lipide ab, die trockene Haut tatsächlich braucht. Naturkosmetik arbeitet häufig mit reichhaltigen Pflanzenölen, Sheabutter oder Mandelöl. Diese Zutaten sind fett- und nährstoffreich gleichzeitig – sie spenden Lipide und transportieren fettlösliche Vitamine wie A, D und E in die Haut.

Verträglichkeit gewinnt bei längerer Anwendung

Eine konsequente Pflegeroutine wirkt nicht über Nacht – sondern über Wochen und Monate. Bei trockener Haut ist es entscheidend, dass die Pflege auch langfristig gut vertragen wird. Naturkosmetik-Produkte sind häufig so formuliert, dass sie tägliche Anwendung über Jahre erlauben, ohne dass die Haut sich daran "gewöhnt" oder mit Irritationen reagiert.

Wann Naturkosmetik nicht reicht

Bei klinischen Hauterkrankungen wie schwerer Neurodermitis, Psoriasis oder Ekzemen reicht Naturkosmetik allein oft nicht aus – hier sind dermatologische Präparate sinnvoll, manchmal auch kortisonhaltige Cremes über kürzere Zeiträume. Naturkosmetik kann diese Therapie ergänzen, aber nicht ersetzen. Im Zweifel die Hautärztin fragen.

Welche Inhaltsstoffe helfen bei trockener Haut?

Bei der Auswahl der Produkte lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsstoffliste. Diese Wirkstoffe haben sich bei trockener Haut bewährt:

Hyaluronsäure bindet bis zum 1.000-fachen ihres Eigengewichts an Wasser. Ideal für die Feuchtigkeitsversorgung. Im Sortiment findest du sie unter anderem im BEPURITY Hyaluronsäure Serum und im HEJ ORGANIC Cactus The Hydrator.

Glycerin ist ein klassischer Feuchthaltefaktor, der in vielen Naturkosmetik-Produkten enthalten ist. Sehr verträglich, auch bei empfindlicher Haut.

Urea (Harnstoff) bindet Feuchtigkeit und wirkt mild keratolytisch – das heißt, sie löst sanft abgestorbene Hautschüppchen.

Squalan ist ein pflanzliches Öl (meist aus Oliven gewonnen), das der körpereigenen Hautlipid-Struktur sehr ähnlich ist. Zieht schnell ein, ohne fettigen Film. Squalan ist enthalten im HEJ ORGANIC Augenserum Sensitive.

Arganöl liefert Vitamin E und ungesättigte Fettsäuren. Stabilisiert die Hautbarriere und schützt vor freien Radikalen. Pur findest du es im OFFICINA NATURAE Arganöl oder im LOELLE Arganöl für reife Haut.

Sheabutter ist eine der reichhaltigsten natürlichen Pflegezutaten. Besonders gut bei sehr trockener Haut und im Winter.

Panthenol (Provitamin B5) beruhigt gereizte Haut und unterstützt die Regeneration.

Ceramide sind Bausteine der natürlichen Hautbarriere. Cremes mit Ceramiden helfen, die geschwächte Barriere aufzubauen – etwa die HEJ ORGANIC Naked Barrier Repair Face Cream.

Niacinamid (Vitamin B3) stärkt die Hautbarriere und reduziert Rötungen.

Was du meiden solltest: Alkohol denaturatus (Alcohol denat.) in hohen Konzentrationen, Parfum-Mischungen bei empfindlicher Haut, und stark schäumende Reiniger mit Sulfaten.


Trockene Haut unter den Augen

Die Haut unter den Augen ist die dünnste und empfindlichste im ganzen Gesicht. Sie hat kaum Talgdrüsen, weshalb sie schneller austrocknet als der Rest der Gesichtshaut. Trockene, rote Haut unter den Augen ist eine der häufigsten Beschwerden bei trockenem Hauttyp.

Ursachen für trockene Haut unter den Augen

  • Mechanische Reizung: Zu intensives Reiben beim Abschminken, harte Wattepads, häufiges Augenreiben
  • Klimaeinflüsse: Wind, Kälte und Heizungsluft betreffen die dünne Augenhaut besonders stark
  • Make-up und Abschminken: Aggressive Augen-Make-up-Entferner oder verbliebene Mascara-Reste reizen die Haut
  • Müdigkeit und Schlafmangel: Schlechter Schlaf zeigt sich zuerst unter den Augen
  • Allergische Reaktionen: Auf Kosmetik, Pollen oder Staub – wer regelmäßig juckende Augen hat, hat oft auch trockene Haut darunter
  • Alterung: Mit den Jahren wird die Augenpartie noch dünner, weil Kollagen und Lipide abnehmen

Was hilft konkret?

Eine Augencreme ist speziell auf die dünne Haut der Augenpartie abgestimmt – weniger Wirkstoffe, mildere Konzentration, oft mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Panthenol oder Kornblumenextrakt. Das HEJ ORGANIC Augenserum Sensitive ist speziell für empfindliche Augenpartien entwickelt. Bei dunklen Schatten und Müdigkeitszeichen kommt die MOSSA Vitamin Cocktail Augencreme in Frage, bei Anti-Aging-Wunsch die MOSSA Youth Defence Augencreme.

Beim Abschminken sanfter Druck und ein mildes Reinigungsöl statt Mizellenwasser auf Tensid-Basis. Wattepads aus Bio-Baumwolle sind weicher als die klassischen Drogerie-Pads.

Bei trockener, geröteter Haut unter den Augen lohnt sich kurzzeitig eine Pause von allem, was zusätzlich reizen könnte – Make-up, schäumende Reiniger, parfümierte Cremes – und nur eine milde, beruhigende Pflege.

Hausmittel für die Augenpartie

Ein abgekühlter Schwarztee-Beutel (zehn Minuten in heißem Wasser ziehen lassen, abkühlen, auf die geschlossenen Augen legen) wirkt beruhigend bei geröteten Augen. Ein Stück Aloe-Vera-Blatt aufschneiden und das Gel sanft unter die Augen tupfen spendet schnell Feuchtigkeit.

Trockene Haut nach Alter und Hauttyp

Trockene Haut zeigt sich in verschiedenen Lebensphasen unterschiedlich – und braucht entsprechend andere Pflege.

Junge Haut (bis Mitte 20)

In dieser Phase ist trockene Haut meist auf äußere Einflüsse oder falsche Pflege zurückzuführen – nicht auf einen wirklichen Lipidmangel. Häufige Ursachen sind übertriebene Reinigung (oft aus Sorge vor Pickeln), aggressive Anti-Pickel-Produkte oder hormonelle Schwankungen.

Was hilft: Pflege auf das Nötigste reduzieren, milde Reinigung, eine leichte Feuchtigkeitscreme. Kein Lipid-Aufbau nötig – das würde die jungen Talgdrüsen verwirren.

Haut in den mittleren Jahren (Ende 20 bis Mitte 40)

Hier mischen sich Lebensstil-Faktoren (Stress, wenig Schlaf, Klimaanlagen) mit beginnenden hormonellen Veränderungen. Trockene Haut wird häufiger – manchmal nur stellenweise (Wangen, unter den Augen), manchmal flächig.

Was hilft: Eine Routine aus sanfter Reinigung, Hyaluron-Serum, einer mittelreichen Gesichtscreme und gelegentlichem Gesichtsöl. Konsequenter Sonnenschutz – Anti-Aging beginnt mit UV-Schutz.

Reife Haut (ab Mitte 40)

Mit den Wechseljahren und danach produziert die Haut deutlich weniger Lipide. Die Hautbarriere wird durchlässiger, Feuchtigkeit verdunstet schneller, und die Haut wirkt insgesamt dünner. Trockene Haut wird in dieser Phase oft zum Dauerthema.

Was hilft: Reichhaltigere Pflege, Gesichtsöl als regelmäßige Ergänzung zur Creme. Das OFFICINA NATURAE Avocadoöl für trockene und reife Haut ist hier eine gute Wahl, ebenso die DOUVALL'S Arganöl Gesichtspflege. Eine Augencreme für die besonders dünne Augenpartie gehört ebenfalls dazu, und Inhaltsstoffe wie Ceramide, Squalan und Niacinamid, die die Barriere aktiv unterstützen.

Trockene Haut bei normaler, empfindlicher oder anderer Veranlagung

Normale Haut, vorübergehend trocken: Meist klimabedingt oder durch Stress. Eine kurze Phase mit reichhaltigerer Pflege reicht meist aus.

Empfindliche Haut mit Trockenheit: Hier ist Vorsicht geboten – viele Wirkstoffe, die bei normaler trockener Haut helfen, können empfindliche Haut zusätzlich reizen. Setze auf Produkte ohne Parfum, ohne ätherische Öle und mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Panthenol und Niacinamid.

Trockene Mischhaut: Wangen sind trocken, T-Zone produziert mehr Talg. Hier funktioniert eine Pflege, die punktuell ausgleicht – leichtere Pflege in der T-Zone, reichhaltigere auf den Wangen.

Hausmittel gegen trockene Haut im Gesicht

Hausmittel ersetzen keine konsequente Pflegeroutine, können sie aber gut ergänzen. Diese drei haben sich bewährt:

Quark-Honig-Maske

Zwei Esslöffel Magerquark mit einem Teelöffel Honig vermischen, auf das gereinigte Gesicht auftragen, 15 Minuten einwirken lassen, mit lauwarmem Wasser abnehmen. Der Quark beruhigt, der Honig liefert Feuchtigkeit und antibakterielle Wirkstoffe.

Kamillen-Dampfbad

Eine Handvoll Kamillenblüten in eine Schüssel mit heißem Wasser geben, fünf bis zehn Minuten mit dem Gesicht über die Schüssel beugen (Handtuch über den Kopf). Öffnet die Poren, beruhigt gereizte Haut, bereitet auf die anschließende Pflege vor. Nicht bei Rosacea oder gereizter Haut anwenden.

Avocado-Honig-Maske

Eine halbe reife Avocado zerdrücken, mit einem Teelöffel Honig und einem Teelöffel Olivenöl vermischen, 20 Minuten auf das Gesicht auftragen. Reichhaltig, ideal für sehr trockene Haut im Winter.

Was du als Hausmittel nicht verwenden solltest

  • Reines Kokosöl ist komedogen – kann bei manchen Hauttypen die Poren verstopfen
  • Zitronensaft ist zu sauer und schwächt die Hautbarriere
  • Backpulver ist zu basisch und reizt die Haut
  • Ölmischungen mit ätherischen Ölen pur auf empfindliche Gesichtshaut – immer mit einem Trägeröl verdünnen

Häufige Fragen zu trockener Haut im Gesicht

Was hilft schnell gegen trockene Haut im Gesicht?

Kurzfristig hilft eine reichhaltige Maske oder ein Gesichtsöl direkt nach der Reinigung. Langfristig löst aber nur eine konsequente Pflegeroutine das Problem – sanfte Reinigung, Feuchtigkeit, Lipide, Sonnenschutz. Erste Verbesserungen sind nach zwei bis drei Wochen sichtbar.

Wie oft sollte ich mein Gesicht waschen, wenn ich trockene Haut habe?

Maximal zweimal täglich – morgens kurz mit lauwarmem Wasser, abends mit einer milden Reinigung. Häufigeres Waschen schwächt die Hautbarriere und verschlechtert das Problem.

Soll ich bei trockener Haut peelen?

Ja, aber sehr sanft und nur einmal pro Woche. Ein enzymatisches Peeling ist milder als ein mechanisches mit Körnern. Bei aktiv gereizter Haut komplett auf Peeling verzichten.

Hilft Trinken gegen trockene Haut?

Ausreichend Wasser zu trinken (etwa 1,5 bis 2 Liter täglich) unterstützt die Haut, ist aber keine Wundermittel. Trockene Haut entsteht primär durch fehlende Lipide, nicht durch zu wenig Wasser. Trotzdem: Genug Trinken ist die Basis.

Ist Gesichtsöl bei trockener Haut sinnvoll?

Sehr sinnvoll – besonders in der kalten Jahreszeit und bei reifer Haut. Ein bis zwei Tropfen Gesichtsöl abends auf die Creme oder direkt nach der Creme. Bei sehr trockener Haut auch morgens unter der Tagespflege.

Was kann ich gegen trockene rote Haut unter den Augen tun?

Die Augenpartie ist besonders empfindlich. Sanftes Abschminken, eine spezielle Augencreme und keine parfümierten Produkte in der Augenpartie. Bei dauerhafter Rötung lohnt sich ein Termin bei der Hautärztin – manchmal steckt eine allergische Reaktion dahinter.

Verschwindet trockene Haut von alleine wieder?

Saisonale Trockenheit (etwa im Winter) verschwindet meist mit dem Wetterwechsel. Dauerhaft trockene Haut ist ein Hauttyp – sie wird sich ohne angepasste Pflege nicht ändern. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege wird trockene Haut deutlich besser, auch wenn der Hauttyp bleibt.

Welche Inhaltsstoffe sind tabu bei trockener Haut?

Hochkonzentrierter Alkohol denaturatus, stark schäumende Tenside (SLS, SLES), Parfum bei empfindlicher Haut. Auch starke Säuren (Glykolsäure, Salicylsäure) sollten bei trockener Haut sparsam und gezielt eingesetzt werden – nicht in der täglichen Pflege.

Ist Naturkosmetik wirklich besser bei trockener Haut als konventionelle Pflege?

Nicht jede Naturkosmetik ist automatisch besser – aber gute Naturkosmetik bietet bei trockener, empfindlicher Haut strukturelle Vorteile. Sie kommt ohne synthetische Duftstoffe und Mineralöl aus, arbeitet mit pflanzlichen Lipiden, die der Hauteigenstruktur ähneln, und vermeidet Konservierungsstoffe, die die Hautbarriere reizen können. Bei sehr trockener oder erkrankter Haut sollte sie aber als Ergänzung zur dermatologischen Behandlung gesehen werden, nicht als Ersatz.

Kurz & Knackig

  • Trockene Haut ist ein Hauttyp, dehydrierte Haut ein Zustand – beides braucht unterschiedliche Pflege
  • Sanft reinigen, Feuchtigkeit und Lipide zuführen, mit Sonnenschutz schützen
  • Die richtige Pflege hängt von Alter, Hauttyp und Lebensphase ab
  • Trockene Haut unter den Augen braucht besonders sanfte, parfumfreie Pflege
  • Hausmittel ergänzen die Pflege, ersetzen sie nicht
  • Erste Verbesserungen sind nach zwei bis drei Wochen sichtbar – die Routine konsequent durchhalten

Im Sortiment Gesichtspflege für trockene Haut findest du alle Produkte, die für trockene Haut im Gesicht geeignet sind.

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