Arganöl für Haare und Gesicht

Lesedauer: 5 Minuten · Stand: 19.09.2026

Arganöl kommt aus dem Südwesten Marokkos. In der Zutatenliste steht es als Argania Spinosa Kernel Oil. Bei bodybote steckt es in Haarölen, Gesichtsölen, Seifen, Bodybutter und Shampoo.

Was Arganöl ist und woher es kommt

Arganöl wird aus den Kernen der Arganfrucht gepresst. Der Arganbaum wächst fast nur im Südwesten Marokkos, das Gebiet ist seit 1998 ein UNESCO-Biosphärenreservat. Das Öl besteht vor allem aus Ölsäure und Linolsäure und enthält Vitamin E. Es ist hellgelb und riecht leicht nussig.

Wie Arganöl gewonnen wird

Die Früchte werden getrocknet und vom Fruchtfleisch befreit. Dann wird die harte Nuss mit Steinen aufgeschlagen, meist von Hand und oft von Frauen in Kooperativen. Einige der reinen Öle im Sortiment stammen aus einer solchen Frauenkooperative. Aus vielen Kilo Früchten entsteht nur wenig Öl, das erklärt den Preis.

Für Kosmetik werden die Kerne roh gepresst. Arganöl aus gerösteten Kernen ist dunkler, riecht kräftig und gehört in die Küche.

Woran du gutes Arganöl erkennst

Reines Arganöl steht als einziger Eintrag in der Zutatenliste. Kaltgepresst heißt, dass es ohne Hitze gewonnen wurde. Weil Arganöl teuer ist, wird es manchmal mit günstigeren Ölen gestreckt, ein sehr niedriger Preis ist deshalb ein Warnzeichen. „Bio“ ist bei Kosmetik kein geschützter Begriff, belastbar ist ein Siegel auf dem konkreten Produkt.

Was Arganöl kann

Arganöl zieht gut ein und hinterlässt kaum einen Fettfilm. Es macht trockene Haut und trockenes Haar geschmeidig und schützt vor Austrocknung. Falten verschwinden dadurch nicht, auch wenn das oft versprochen wird. Auf sehr fettiger Haut kann es zu viel sein.

Arganöl für die Haare

Für die Haare ist Arganöl ein leichtes Öl. Es zieht schnell ein, fettet kaum und passt zu trockenem und sprödem Haar, auch zu feinem. Ein bis zwei Tropfen in die Spitzen reichen, im trockenen oder handtuchtrockenen Haar.

Als Kur kommt mehr Öl in die Längen und auf die Kopfhaut, eine halbe Stunde vor dem Waschen. Danach wird es mit Shampoo ausgewaschen. Arganöl steckt auch in Shampoo und in festen Shampoos.

Welches Öl zu welchem Haartyp passt, vergleicht der Blogartikel Öl für die Haare. Haaröle mit Arganöl stehen unter Haaröl.

Arganöl für das Gesicht

Im Gesicht reichen zwei bis drei Tropfen, am besten abends. Sie kommen auf die noch feuchte Haut nach dem Gesichtswasser oder werden unter die Creme gemischt. Arganöl ist für trockene und reife Haut gedacht. Wer zu Unreinheiten neigt, nimmt eher ein leichteres Öl wie Jojobaöl.

Wie Arganöl mit anderen Stoffen in einer Pflege für trockene oder reife Haut zusammenspielt, steht in den Blogartikeln Trockene Haut im Gesicht und Gesichtspflege für reife Haut. Fertige Öle gibt es unter Gesichtsöl.

Wofür Arganöl sonst verwendet wird

  • Körper: pur auf die feuchte Haut nach dem Duschen oder als Teil einer Mischung im Körperöl.
  • Hände und Nägel: ein Tropfen auf die Nagelhaut, abends einmassieren.
  • Lippen: als Zutat in Lippenpflege.
  • Seife: in vielen Stücken der Naturseife als Zusatz neben Olivenöl und Sheabutter.

Produkte mit Arganöl

Alle Produkte, in denen Arganöl das Hauptargument ist, stehen gesammelt unter Produkte mit Arganöl. Oben die reinen Öle, weiter unten Seifen, Shampoos und Cremes, in denen Arganöl eine Zutat unter mehreren ist.

Zurück zum Blog