Kokosöl für Haut und Haare
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Lesedauer: 5 Minuten · Stand: 19.09.2026
- Was ist Kokosöl?
- Natives oder raffiniertes Kokosöl?
- Warum ist Kokosöl mal fest und mal flüssig?
- Ist Kokosöl gut für die Haut?
- Ist Kokosöl gut für die Haare?
Kokosöl wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Kokospalmen wachsen in den Tropen, die größten Erzeuger sind Indonesien, die Philippinen und Indien. In der Zutatenliste steht es als Cocos Nucifera Oil. Vieles, was über Kokosöl zu lesen ist, betrifft die Küche. Hier geht es um Haut, Haare und Seife.
Was ist Kokosöl?
Kokosöl ist ein Pflanzenfett mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren. Knapp die Hälfte der Fettsäuren ist Laurinsäure. Deshalb ist es bei Zimmertemperatur meist fest und wird nur langsam ranzig.
Natives oder raffiniertes Kokosöl?
Natives Kokosöl wird aus frischem Fruchtfleisch gewonnen und nicht raffiniert. Es riecht deutlich nach Kokos. Raffiniertes Kokosöl stammt meist aus getrocknetem Fruchtfleisch, der Kopra. Es wird gereinigt, gebleicht und desodoriert und riecht danach neutral. Das ist praktisch, wenn ein Produkt nicht nach Kokos riechen soll.
Warum ist Kokosöl mal fest und mal flüssig?
Kokosöl schmilzt bei etwa 24 bis 25 Grad. Darunter ist es weiß und fest, darüber klar und flüssig. Der Wechsel schadet dem Öl nicht.
Dauerhaft flüssiges Kokosöl ist fraktioniert. Die festen Anteile sind abgetrennt, übrig bleiben mittelkettige Fettsäuren. In der Zutatenliste steht das meist als Caprylic/Capric Triglyceride. Unter diesem Namen kann allerdings auch Öl aus Palmkernen stecken.
Kokosöl für die Haut
Kokosöl legt sich auf die Haut, macht sie weich und schützt sie vor Austrocknung. An Körper, Händen und Füßen ist es unkompliziert: eine kleine Menge zwischen den Handflächen schmelzen und auf die feuchte Haut geben.
Im Gesicht ist reines Kokosöl nicht die erste Wahl. Es kann die Poren verstopfen, vor allem bei Haut, die zu Unreinheiten neigt. Der Blogartikel Trockene Haut im Gesicht weist ebenfalls darauf hin. Einen Sonnenschutz ersetzt Kokosöl nicht.
Kokosöl für die Haare
Für die Haare eignet sich Kokosöl vor allem als Kur vor dem Waschen. Es kommt in die Längen, bleibt eine halbe Stunde oder über Nacht und wird dann mit Shampoo ausgewaschen, meist in zwei Durchgängen. Dickes, lockiges und trockenes Haar verträgt das gut, feines Haar wird davon schnell schwer.
Wie Kokosöl im Vergleich zu anderen Ölen abschneidet, steht im Blogartikel Öl für die Haare. Fertige Öle gibt es unter Haaröl.
Wo steckt Kokosöl drin?
Alle Produkte, in denen Kokosöl das Hauptargument ist, stehen gesammelt unter Produkte mit Kokosöl. In Naturseife steht Kokosöl als verseiftes Kokosöl (Sodium Cocoate) in der Zutatenliste und sorgt für Schaum und Härte. Außerdem steckt es im Sortiment in Deodorant, festen Shampoos, Bodylotion und Handcreme.
Nicht jedes „Kokos“ auf der Verpackung ist Kokosöl. Tenside wie Sodium Coco-Sulfate werden aus Kokosöl hergestellt, sind aber chemisch verändert und reinigen wie andere Tenside auch.