Haarpflege

Natürliche Haarpflege umfasst hier Shampoo in flüssiger und fester Form, Haarseife, Conditioner, Haarkuren und Haaröl. Gewaschen wird mit milden Tensiden oder verseiften Ölen, gepflegt mit Pflanzenölen und Pflanzenbutter. Kopfhaut und Längen bekommen getrennte Produkte, weil sie unterschiedlich viel Pflege brauchen. Die Produkte kommen unter anderem von THE NATURAL SPA, SOBER BERLIN und ATELIERS LA BRIQUE.

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Natürliche Haarpflege ohne Silikone

Viele Drogerieshampoos und Spülungen enthalten Silikone (Dimethicone). Sie legen einen glatten Film um das Haar, der sich mit der Zeit ansammeln kann. Silikone sind zugelassen und nicht schädlich, passen aber nicht zu einer Pflege auf Pflanzenölbasis. In den Zutatenlisten der Haarprodukte hier stehen keine. Wer umsteigt, erlebt die ersten Wäschen oft als stumpfer, bis sich das Haar umgestellt hat.

Gewaschen wird vor allem mit Zuckertensiden (Coco-Glucoside) und Betainen. Einige Shampoos enthalten Sodium Coco-Sulfate, ein Tensid aus Kokosöl, das kräftiger reinigt.

Waschen mit Shampoo, festem Shampoo oder Haarseife

Ein Naturshampoo gibt es flüssig und fest. Festes Shampoo besteht aus gepressten Tensiden, schäumt wie ein flüssiges und kommt ohne Plastikflasche aus. Shampoo gehört vor allem auf die Kopfhaut, der Schaum reinigt beim Ausspülen die Längen mit. Haarseife ist dagegen echte Seife aus verseiften Ölen. Sie ist basisch und kann in hartem Wasser einen stumpfen Film hinterlassen. Eine saure Rinse aus Wasser mit etwas Essig oder Zitrone löst ihn wieder. Zwischen zwei Wäschen nimmt ein Trockenshampoo Fett am Ansatz auf.

Conditioner und Haarkur

Ein Conditioner ist leicht sauer und glättet die Schuppenschicht, die sich beim Waschen aufstellt. Er kommt in Längen und Spitzen, nicht auf den Ansatz, und wird nach ein bis zwei Minuten ausgespült. Viele Conditioner hier enthalten Panthenol oder pflanzliche Proteine. Feines Haar kommt oft mit einem leichten Conditioner aus, lockiges und dickes Haar braucht mehr. Eine Haarkur ist reichhaltiger und bleibt länger im Haar, einmal pro Woche reicht bei den meisten Haartypen.

Haaröl für Längen und Spitzen

Ein Haaröl ist der reichhaltigste Schritt. Die Öle hier bauen auf Pflanzenölen auf, zwei davon enthalten Rizinusöl. Ein paar Tropfen reichen, in den Handflächen verrieben und in die trockenen Spitzen gegeben. Als Kur vor dem Waschen darf es mehr sein, dann kommt das Öl eine halbe Stunde vorher ins Haar und wird mit Shampoo ausgewaschen. Feines Haar verträgt nur sehr wenig Öl. Auf die Kopfhaut gehört Öl nur als Kur, sonst fettet der Ansatz schneller nach.

Welche Haarpflege ist die beste?

Die beste Haarpflege hängt vom Haar ab, nicht von der Marke. Wichtig sind Haardicke, Kopfhaut und ob das Haar gefärbt ist.

  • Feines Haar: leichtes Shampoo, Conditioner nur in die Spitzen, Öl sehr sparsam.
  • Schnell fettender Ansatz: mildes Shampoo, Pflege nur in die Längen.
  • Gefärbtes Haar: Shampoo und Conditioner für gefärbtes Haar mit milden Tensiden.
  • Lockiges Haar: reichhaltiger Conditioner und ein paar Tropfen Öl ins feuchte Haar.
  • Empfindliche Kopfhaut: mildes Shampoo ohne Duft und ohne ätherische Öle.

Natürliche Haarpflege für trockenes Haar

Trockenes Haar braucht vor allem Fett in den Längen. Ein reichhaltiger Conditioner nach jeder Wäsche, einmal pro Woche eine Kur oder ein Öl vor dem Waschen. Heißes Föhnen und Glätten trocknen das Haar zusätzlich aus. Ein Tropfen Öl nach dem Föhnen hält die trockenen Spitzen weich und glatt.

Das Wichtigste zur Haarpflege

  • Die Haarprodukte hier sind ohne Silikone, die ersten Wäschen können sich ungewohnt anfühlen.
  • Festes Shampoo ist gepresstes Tensid, Haarseife ist echte Seife.
  • Nach Haarseife hilft in hartem Wasser eine saure Rinse.
  • Conditioner und Öl gehören in die Längen, nicht an den Ansatz.
  • Die richtige Pflege richtet sich nach dem Haar, nicht nach der Marke.